Künstlicher Schlaf ähnelt natürlichem

27.10.2012. Natürlicher Schlaf und künstlich herbeigeführter haben mehr gemeinsam als bisher angenommen. In beiden Fällen wird eine Region im Gehirn hochgefahren, die den Schlaf befördert, so eine Studie im Fachblatt „Current Biology“. Ein amerikanisches Forscherteam verabreichte Mäusen Isofluran, das zur Narkose eingesetzt wird. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf eine Gruppe von Neuronen in einer Region im Hypothalamus, dem ventrolateralen preoptischen Nucleus (VPN). Bestimmte Nervenzellen in diesem Kerngebiet unterstützen den Schlummer, indem sie Neurone hemmen, die am Wachsein beteiligt sind. Abhängig von der jeweiligen Dosis aktivierte das Betäubungsmittel Neurone, die den Schlaf befördern, allerdings nur bei den Nagern, die natürlich schliefen oder auf künstlichem Wege bewusstlos waren. Hatten die Wissenschaftler die betreffenden Neurone zuvor zerstört, hatte das Mittel keine betäubende Wirkung. (cw)
Zur Studie

Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 25.10.2012

No votes have been submitted yet.

Lizenzbestimmungen

Keine Nutzungslizenz vergeben:
Nur anschauen erlaubt.