Kiffer mit wenig Dopamin

02.07.2013. Menschen, die seit Jahren regelmäßig Marihuana rauchen, haben in bestimmten Hirnregionen verringerte Dopamin-​Konzentrationen. Das haben britische Forscher herausgefunden. Dieser Befund könne erklären, warum viele regelmäßige Cannabis-​Konsumenten wenig Motivation zeigten, vermuten die Wissenschaftler. Sie untersuchten 19 Menschen, die seit Jahren kiffen und psychotische Symptome hatten. Mit dem Positronen-​Emissions-​Tomographen ermittelten sie die Dopamin-​Produktion im Hirn. Sie vermuteten, dass sie erhöhte Konzentrationen des Neurotransmitters finden würden, da die oft bei Psychosen auftreten. Doch zu ihrer Überraschung waren die Dopamin-​Level in der Hirnregion Striatum deutlich verringert. Besonders niedrig waren sie bei Menschen, die sehr früh schon mit dem Kiffen begonnen hatten. Süchte wie auch psychische Krankheiten sind oft verbunden mit einem gestörten Dopaminsystem. Der Neurotransmitter ist zudem an der Steuerung der Motivation beteiligt. (rv)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 02.07.2013

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