Individuelle Hirnzellen

15.05.2013. Genetisch identische Mäuse entwickeln trotz gleicher Umwelt individuelle Unterschiede – und diese Unterschiede sind auch im Gehirn sichtbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam um den Neurobiologen Gerd Kempermann vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Dresden. Die Wissenschaftler setzten 40 genetisch identische Mäuse in ein Gehege, das besonders viel Abwechslung bot. Trotz gleicher Erbanlagen und gleicher Umgebung entwickelten die Tiere binnen drei Monaten individuelles Verhalten: Die einen bevorzugten die eine Ecke des Käfigs, die anderen nutzten das gesamte Gehege. Manche waren aktiver, manche eher ruhig. Diese Unterschiede spiegelten sich auch im Gehirn wider: Die unternehmungslustigeren Tiere hatten im Hippocampus mehr neu gebildete Nervenzellen – und zwar in der Region, die für Lernen und Gedächtnis zuständig ist. Tiere, die in einem weniger abwechslungsreichen Käfig lebten, entwickelten nicht so deutliche Unterschiede. (rv)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 14.05.2013

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