Hilfe, eine Schlange!

30.10.2013. Im Affengehirn gibt es ein Netzwerk, das sensibel auf Schlangen reagiert. Zu dem Ergebnis kommen Forscher um die Anthropologin Lynn Isbell von der University of California. Alle Primaten, auch Menschen, sind sehr schnell alarmiert, wenn sie Schlangen sehen. Für frühe Affen war es möglicherweise entscheidend, schnell und zuverlässig ihre Fressfeinde, die Schlangen, zu entdecken. Einige Forscher sehen darin den Grund dafür, dass Primaten in der Evolution ein hochentwickeltes visuelles System ausgebildet haben. Nun konnten die Forscher die neurologische Grundlage dafür finden: Sie zeigten Makaken Bilder von Schlangen sowie von Affenhänden, –gesichtern und geometrischen Formen. Dann maßen sie die Aktivität von Nervenzellen im Pulvinar im Thalamus. Das ist eine Hirnregion, die die visuelle Aufmerksamkeit steuert. Bilder von Schlangen hatten mit Abstand den stärksten Effekt: Es waren mehr Neuronen aktiv, sie reagierten schneller und sie feuerten häufiger. (rv)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 29.10.2013

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