Grenze der Uneigennützigkeit

14.07.2012. Manche Menschen sind sehr egoistisch, andere besonders selbstlos. Einen biologischen Hinweis darauf, warum dem so ist, liefert eine Studie eines Schweizer Forschungsteams in „Neuron“. Die Probanden mussten im Scanner liegend in diversen Spielen zwischen sich und einem anderen Geld verteilen. Die Freiwilligen waren vor allem dann selbstlos, wenn sie dadurch das Spiel fairer gestalten konnten. Die Tendenz eines Probanden zu Uneigennützigkeit spiegelte sich in der grauen Substanz an der Grenze von Schläfen– und Scheitellappen: Probanden, bei denen diese Region ausgeprägter war, verhielten sich selbstloser. Außerdem regte sich dieses Gebiet dann am stärksten, wenn die finanzielle „Schmerzgrenze“ des selbstlosen Verhaltens fast erreicht war: Hier war der Blick für den Mitmenschen wohl am dringendsten notwendig. Schon länger ist bekannt, dass diese Hirnregion eine Rolle dabei spielt, sich in die Lage eines anderen versetzen zu können, was Uneigennützigkeit fördern könnte. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 12.07.2012

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