Glattes Geschäft - glatt gefühlt

08.02.2012. „Ziemlich raues Wetter heute!“ Spüren Sie beim Hören dieses Satzes Sandpapier an Ihren Fingern? Gut möglich. Denn um die Bedeutung solcher Metaphern zu erfassen, greift das Hirn auf sensorische Erfahrungen zurück. Dies zeigt eine jetzt veröffentlichte Studie der Emory State University. Die Wissenschaftler aus Atlanta spielten Probanden Sätze vor, die auf spürbare Oberflächenstrukturen bezogene Metaphern enthielten – wie harter Tag, glattes Geschäft, raues Wetter – und maßen währenddessen den Blutfluss im Gehirn. Resultat der fMRT-​Scans: Ein für das Erfühlen von Texturen mittels Tastsinn wichtiges Hirnareal, das parietale Operculum, wurde auch aktiviert, wenn die Versuchsteilnehmer die textürlichen Metaphern hörten. Um eine Metapher zu verstehen, führt das Gehirn eine „interne Simulation“ durch, so die Forscher, in die auch mit dem Tastsinn assoziierte Areale einbezogen werden. (uk)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 07.02.2012

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