Gene, Gedächtnis und Stresssyndrom

15.05.2012. Ein gutes Gedächtnis hat auch seine Kehrseite – wenn es traumatische Ereignisse speichert. Denn mit einer besseren Erinnerungsfähigkeit steigt nach schlimmen Erlebnissen das Risiko für eine Posttraumatische Belastungsstörung. Schweizer Wissenschaftler untersuchten 345 Überlebende des Völkermords in Ruanda sowie 394 Europäer ohne traumatisierende Vergangenheit. Es zeigte sich, dass Träger einer bestimmten Variante des so genannten PRKCA-​Gens ein ausgeprägteres Gedächtnis hatten. Erinnerte sich diese Gruppe im Kernspintomografen an Negatives, war die Aktivität im lateralen und medialen präfrontalen Cortex höher als bei Kontrollpersonen. Beide Hirnregionen sind für das emotionale Gedächtnis von Bedeutung. Eine Untersuchung der Probanden aus Ruanda zeigte zudem: Personen mit der PRKCA-​Variante tragen ein größeres Risiko für eine Posttraumatische Blastungsstörung. Das Risiko könnte daher mit der Genvariante und dem Erinnerungsvermögen assoziiert sein. (sr)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 15.05.2012

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