Gehirn auf Pilz-Trip

25.01.2012. Psilocybin, lange nur interessant für Anhänger psychedelischer Drogen, fasziniert mehr und mehr die Wissenschaft. Auch weil Studien zeigten, dass die in „magic mushrooms“ enthaltene Substanz bei der Therapie von Depressionen helfen könnte. Forscher haben jetzt an 30 Probanden untersucht, was während eines solchen „Pilz-​Trips“ im Gehirn passiert – mit einem überraschenden Ergebnis: Bislang nahm man an, dass psychedelische Drogen die Hirnaktivität erhöhen und so Effekte wie eine gestörte Wahrnehmung von Zeit und Raum, Bewusstseinsveränderungen und Halluzinationen entfalten. Doch wie die Hirnscans offenbarten, nahm die Aktivität in mehreren Hirnregionen ab. Vor allem die funktionellen Verbindungen zwischen zwei Verrechnungszentren, die für Konstrukte wie „Ich“ und Selbstbewusstsein wichtig sind, waren unter Psilocybin-​Einfluss gedämpft. Dies könnte sowohl die bewusstseinserweiternde als auch die antidepressive Wirkung erklären. Denn eines dieser Areale ist bei Depressionen übermäßig aktiv. (uk)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 24.01.2012

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