Frühe Scheu

13.11.2013. Kinder mit Autismus halten im Laufe der ersten Lebensmonate immer weniger den Blickkontakt zu anderen Menschen. Das berichtet ein amerikanisches Forscherteam in Nature. Die Wissenschaftler begleiteten mehr als 100 Babys von der Geburt bis zum Alter von zwei Jahren. Die Kleinen bekamen zu verschiedenen Zeitpunkten Videos mit einer Darstellerin gezeigt, die mit Spielen versuchte, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Währenddessen registrierten die Forscher mit einer speziellen Technik die Blicke der Babys. Ein wesentliches Merkmal der Störung ist die Scheu von Betroffenen, den Augenkontakt mit anderen aufzunehmen. Zur Überraschung der Forscher suchten die Babys, die später die Diagnose Autismus erhielten, in den ersten beiden Lebensmonaten noch den Blickkontakt. Erst danach nahm bei ihnen diese für die Entwicklung so wichtige soziale Interaktion allmählich ab. Eine frühe Intervention, so die Hoffnung der Forscher, könnte Betroffenen möglicherweise helfen. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 12.11.2013

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