Emotionen in Musik und Sprache

31.10.2012. Musik und Sprache könnten in einem gemeinsamen Vorläufer wurzeln, einer Protosprache, die dazu diente, Emotionen zu transportieren. Neue Erkenntnisse stützen diese Theorie. Ein internationales Forscherteam spielte 12 Menschen mit Amusie – der Unfähigkeit Tonfolgen und/​oder Rhythmen zu erkennen – gesprochene Sätze vor, und ließen sie die Gefühle beurteilen, mit denen sie ausgesprochen wurden. Die Sätze waren semantisch neutral, wurden aber entweder glücklich, sanft, ängstlich, irritiert, traurig oder ohne Gefühlsregung vorgetragen. Tatsächlich schnitten die amusischen Probanden dabei bis zu 20 Prozent schlechter ab als gesunde Kontrollpersonen. Sie gaben zudem an, dass es ihnen auch im Alltagsleben Schwierigkeiten bereite, die Stimmung ihres Gegenübers „herauszuhören“. Die Beobachtung der Forscher unterstreicht die Hypothese, dass das Gehirn Emotionen, die in Sprache und Musik transportiert werden, auf ähnliche Weise verarbeitet. (sr)

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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 30.10.2012

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