Elektroschock-Therapie ändert Hirn

21.03.2012. Wenn Menschen an einer therapieresistenten Form von Depression leiden, greifen Mediziner bisweilen zur Elektrokrampftherapie. Dabei werden dem Patienten, der unter Narkose steht, starke elektrische Ströme ins Gehirn geleitet. Die Therapie hilft. Bislang jedoch war unklar, warum. Eine neue Studie liefert nun einen Erklärungsansatz: Bei Aufnahmen des Gehirns von neun schwerstdepressiven Patienten, an denen die Therapie durchgeführt wurde, entdeckten Forscher eine Veränderung des linken dorsolateralen präfrontalen Cortex. Dieser war vor der Behandlung deutlich stärker mit anderen Hirnarealen verknüpft. Hinterher zeigten die Bilder aus dem funktionellen Magnetresonanztomographen weniger Verbindungen. Gleichzeitig nahmen die Symptome der Depression bei den Probanden ab. Dieses Ergebnis, schreiben die Forscher im Fachblatt PNAS, stärkt die Hypothese der Hyperkonnektivität, wonach eine übermäßige Verknüpfung von Hirnarealen ein Depressionsauslöser sein könnte. (tak)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 20.03.2012

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