DNA-Schäden durch neue Erfahrungen

27.03.2013. Schäden an der DNA von Nervenzellen können offensichtlich Teil normaler Hirnaktivität sein. Das legen die Ergebnisse einer Studie in “Nature Neuroscience” eines amerikanischen Forscherteams nahe. Die Forscher ließen Mäuse eine neue Umgebung erkunden. Anschließend wiesen die Tiere verstärkt Doppelstrangbrüche in der DNA von Nervenzellen in verschiedenen Hirnregionen auf. Besonders auffällig war der Trend im Gyrus dentatus, der für Erinnerungen und Lernen wichtig ist. Dem Gehirn der Nager gelang es allerdings, fast alle Schäden innerhalb von 24 Stunden wieder zu beheben. Mäuse hingegen, gezüchtet um Alzheimer-​typische Ablagerungen zu bilden, hatten nicht nur schon von Beginn an mehr DNA-​Schäden. Bei ihnen versagten auch die Reparaturmechanismen. Die Forscher vermuten, dass die Kombination aus Schädigung und Reparatur den Tieren das Lernen erleichtert. Bei erkrankten Individuen funktioniert der Reparaturmechanismus allerdings nicht oder zumindest nicht schnell genug. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 27.03.2013

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