Dichte Bluthirnschranke

03.12.2011. Forscher von der University of Montréal in Kanada haben entdeckt, was die Bluthirnschranke, die das Gehirn vom Blutkreislauf abgrenzt und vor dem Eindringen schädlicher Zellen oder Moleküle schützt, so undurchlässig macht. Die Bluthirnschranke besteht aus Epithelzellen, flachen Blutgefäßzellen. Wie die Forscher in „Science“ berichten, schütten so genannte Astrozyten ein Protein namens Sonic Hedgedog aus; dieses setzt in den Epithelzellen eine Signalkaskade in Gang. Daraufhin bilden die Blutgefäßzellen mehr verkittende Eiweißkomplexe, die sie miteinander verknüpfen und die Schranke undurchlässig machen. Blockierten die Forscher diese Signalkaskade in Mäusen durch eine eine chemische Substanz, bekam die Blut-​Hirn-​Schranke der Tiere wenige Stunden später Lecks: Es wanderten vermehrt Zuckermoleküle und weiße Blutkörperchen aus dem Blut ins Gehirn ein. Auch bei Patienten mit Multipler Sklerose ist die Blut-​Hirn-​Schranke schadhaft: Weiße Blutkörperchen dringen ein, Entzündungen im Gehirn entstehen. (bo)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 02.12.2011

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