Depressive Fische

31.07.2013. Bei Zebrafischen gibt es möglicherweise einen molekularen Zusammenhang zwischen Stress und Depression. Zu diesem Schluss kommt ein Team um den Neurobiologen Herwig Baier vom Max-​Planck-​Institut für Neurobiologie. Die Wissenschaftler untersuchten Fische, die eine Besonderheit haben: Ihr Rezeptor für das Stresshormon Cortisol ist durch eine Mutation defekt. So können diese Tiere ihr Stresshormonsystem schlecht regulieren, sie zeigen einen konstant hohen Stesslevel. Bei ihnen beobachteten die Forscher ein auffälliges Verhalten, wenn Fische in ein neues Aquarium gesetzt wurden. Anders als ihre normalen Artgenossen sanken sie auf den Beckenboden und rührten sich für lange Zeit nicht mehr. Die Forscher sehen darin ein depressives oder überängstliches Verhalten. Gaben sie ein Antidepressivum ins Wasser, dann agierten diese Tiere bald wieder wie ihre Artgenossen. Die Forscher wollen nun die mutierten Zebrafische nutzen, um nach neuen Psychopharmaka zu suchen. (rv)
Zur Studie

Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 30.07.2013

No votes have been submitted yet.

Lizenzbestimmungen

Keine Nutzungslizenz vergeben:
Nur anschauen erlaubt.