Den Wurm an der Nase herumgeführt

03.10.2012. Bei Fadenwürmern läuft die Futtersuche auf eine ganz spezielle Weise ab. Anhand von bestimmten chemischen Stoffen in der Umwelt richten sie ihre Bewegungen aus, um Nahrung zu finden. Amerikanischen Forschern von der Harvard University ist es nun gelungen, mit einem Präzisionslaser die Nervenzellen der Tiere zu manipulieren und damit ihr Futtersuchverhalten zu kontrollieren. Die Forscher griffen zu diesem Zweck unter anderem auf optogenetische Verfahren zurück, bei denen man lichtempfindliche Proteine in Nervenzellen einschleust. Durch Lichtimpulse lassen sich diese Proteine aktivieren und so Neurone ein– und ausschalten. Die Forscher fanden heraus, dass bestimmte Interneurone, Neurone zwischen zwei oder mehreren Nervenzellen, das Futtersuchverhalten der Tiere steuerten. Indem sie diese Nervenzellen aktivierten, konnten sie die Fadenwürmer glauben machen, es befände sich Nahrung in der Nähe und ließen sie geradewegs darauf zusteuern. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 03.10.2012

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