Botenstoff lässt Neuronen sprießen

18.05.2013. Bewegung bringt die Neubildung von Nervenzellen auf Trab. Allerdings nicht ohne den Botenstoff Serotonin. Das fanden Forscher vom Max-​Delbrück-​Center für Molekulare Medizin heraus. Sie ließen Mäuse in einem Laufrad ihre „Runden“ drehen. Bekannt war bereits, dass die Bewegung die Neubildung von Nervenzellen im Hippocampus ankurbeln würde. Er ist für das Langzeitgedächtnis und Lernen wichtig. Die Forscher wussten aber nicht, warum dem so ist. Bei einigen Nagern hatten sie deshalb durch Veränderung des Erbguts die Bildung von Serotonin unterbunden. Zwar zeigten diese Mäuse grundlegend eine normale Neubildung von Neuronen. Anders als Nager ohne genetischen Eingriff bildeten sie aber nicht verstärkt frische Nervenzellen, wenn sie sich läuferisch betätigten. Die Vermutung der Forscher: Genetisch nicht veränderte Mäuse schütten verstärkt den Botenstoff Serotonin aus, wenn sie sich körperlich betätigen. Und das fördert die Zellvermehrung im Hippocampus. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 16.05.2013

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