Biomarker für ADHS

30.11.11. US-​Forscher haben im Gehirn von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-​Hyperaktivitätsstörung (ADHS) Auffälligkeiten entdeckt, die zum Verständnis der Krankheit beitragen und auch die schwierige Diagnose erleichtern sollen. In der Studie absolvierten 18 gesunde Kinder und 18 mit ADHS einen Test zur visuellen Aufmerksamkeit. Währenddessen wurde mittels fMRI die Aktivität verschiedener Hirnregionen gemessen. Der Vergleich dieser Aktivierungs-​Karten zeigte eine abnormale funktionale Aktivität in mehreren Arealen, die an der Verarbeitung von für die visuelle Aufmerksamkeit relevanten Informationen beteiligt sind. Gestört war insbesondere die Verbindung – und damit die Kommunikation – zwischen visuellem Cortex und präfrontalem Cortex, der bei Aufmerksamkeitsprozessen eine tragende Rolle spielt. Dies könnte die Konzentrationsprobleme von ADHS-​Patienten erklären und sich zudem zur Diagnostik nutzen lassen, die bislang rein verhaltensbasiert ist, meint Xiabao Li. Da es sich um eine Hirnstörung handle, so die Leiterin der Studie, “sollten wir Hirnmarker für eine akkuratere Diagnose verwenden.” (ls)

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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 16.12.2011

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