Beeinflusstes Mitgefühl

02.10.2013. Unser Einfühlungsvermögen ist abhängig von unseren Gefühlen. Wenn wir uns ekeln, können wir den Ekel bei Anderen gut nachfühlen – die Freude der Mitmenschen dagegen nicht so gut. Das konnten Forscher um die Psychologin Tania Singer vom Max-​Planck-​Institut für Kognitions– und Neurowissenschaften zeigen. Zunächst mussten starke Gefühle hervorgerufen werden. Um etwa Ekel auszulösen, bekamen Testpersonen Maden zu sehen – und ihre Hand berührte gleichzeitig Spielzeugschleim. Für Freude sahen sie Welpen und fühlten Fell. Die Probanden konnten auch sehen, welchen Reizen andere Versuchsteilnehmer ausgesetzt waren. So fanden die Forscher heraus, wie stark die Empathie von den eigenen Gefühlen beeinflusst wird. Dennoch sind wir in der Lage, die egozentrische Sicht zu überwinden. Dafür ist in der Hirnrinde der rechte supramarginale Gyrus wichtig. Wurde mit Magnetfeldern dieser Bereich gestört, fiel es den Probanden noch schwerer, ihre Gefühle nicht auf die anderen zu projizieren. (rv)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 01.10.2013

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