Autismus: Mangel an Zellklebstoffen?

12.12.2012. Adhäsionsmoleküle spielen eine bedeutende Rolle für die Gewebestruktur und für Kontakte und Kommunikation zwischen Zellen. Ein Mangel an solchen Zellklebstoffen steht möglicherweise im Zusammenhang mit Schizophrenie und anderen psychiatrischen Erkrankungen – darunter auch Autismus, wie US-​Forscher in “Biological Psychiatry” schreiben. Sie untersuchten Blutproben von 80 Kindern im Alter von 2 – 4 Jahren; bei 49 war zuvor Autismus diagnostiziert worden, die anderen 31 waren gesund. Das Ergebnis: Bei den autistischen Kindern war das Niveau von gleich zwei Adhäsionsmolekülen deutlich reduziert. Ähnliches wurde zuvor bei Erwachsenen gefunden. Die beiden Moleküle beeinflussen die Durchlässigkeit der Blut-​Hirn-​Schranke und das Einwandern von weißen Blutkörperchen ins zentrale Nervensystem. Die Entdeckung ebnet nicht nur den Weg zu einem Bluttest zur Diagnose der Krankheit. Die Forscher hoffen auch, den genetischen Ursachen autistischer Erkrankungen auf der Spur zu sein. (sr)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 11.12.2012

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