Assoziationen im Minihirn

21.07.2012. Manche Dinge im Leben sind mit angenehmen Erinnerungen verknüpft, andere mit negativen. Auch das winzige Gehirn der Taufliege Drosophila melanogaster ist zu solchen Gedächtnisleistungen in der Lage. Nun entdeckte ein internationales Forscherteam in einer in Nature veröffentlichten Studie Teile des zugrunde liegenden neuronalen Mechanismus. Die Wissenschaftler präsentierten den Fliegen einen Duftstoff wahlweise mit einer Zuckerbelohnung oder einem Elektroschock. Die Forscher machten vier Gruppen von Nervenzellen aus, die offensichtlich am assoziativen Lernen beteiligt sind. Diese schütteten den Botenstoff Dopamin im Pilzkörper der Taufliege aus, einer für das Gedächtnis wichtigen Struktur im Zentralhirn von Insekten. Drei dieser Nervenzelltypen helfen offenbar dabei mit, negative Reize zu speichern. Der vierte Typ versetzt die Fliegen in die Lage, sich positive Sinneseindrücke zu merken und deren Quelle aufzusuchen. (cw)

Zur Studie

Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 20.07.2012

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